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Maximal zulässige Raumluftfeuchtigkeit gemäss SIA 180

Gemäss dieser Norm darf die relative Raumluftfeuchtigkeit im Tagesmittel den festgelegten Grenzwert nicht überschreiten. Wird dieser Wert dennoch überschritten, steigt das Risiko von Feuchteschäden – insbesondere durch Schimmelbildung – erheblich an.

Zur Ermittlung der maximal zulässigen relativen Raumluftfeuchtigkeit messen Sie bitte die Aussen- und Raumtemperatur.

Beachten Sie dabei: Die Norm bezieht sich ausdrücklich auf den „Tagesmittelwert“. Ihre punktuelle Messung stellt lediglich einen einzelnen Wert dar, der nicht zwangsläufig repräsentativ für den Tagesdurchschnitt sein muss.

Falls Sie von einem Raum eine Auswertung über einen langen Zeitraum wünschen,  fragen Sie uns für eine Datenlogger Auswertrung an.

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Ist einer Antikondensationsbeschichtung angebracht?

Es gibt eine einfache Berechnungsmethode, um zu bestimmen, ob die Applikation einer Antikondensationsbeschichtung angebracht ist.

Der berechnete fRsi-Wert ist ein Mass für die Güte der vorhandenen Wärme-Isolation. Je tiefer dieser Wert ist, desto schlechter ist die Isolation. Eine schlechte Isolation kann zu Tauwasser führen, was wiederum zu Schimmelpilz führen kann.

Messen Sie nun an Ort und Stelle die folgenden Temperaturen und berechnen Sie den fRsi-Wert:

Taupunkt Berechnung

Die Taupunkttemperatur ist die Temperatur, bei der sich Kondenswasser bildet. Sie ist eine wichtige Kenngrösse bei der bauphysikalischen Beurteilung von Wänden, Decken, Böden und Dächern. Liegt die Oberflächentemperatur eines Bauteils unter dem Taupunkt, entsteht Oberflächenkondensat. Auch innerhalb dampfoffener Konstruktionen kann bei Taupunktunterschreitung Kondenswasser entstehen.

Mögliche Folgen sind Feuchte- und Wasserschäden, Schimmelbildung, holzzerstörende Pilze, Fäulnis an Holzbauteilen sowie eine deutliche Verschlechterung der Wärmedämmung. Bereits ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80 % kann Schimmelwachstum einsetzen.

Wann entsteht Schimmel – und wie schnell wächst er?

Der Sedlbauer-Ansatz ist ein bewährtes Verfahren aus der Bauphysik, um das Risiko von Schimmelwachstum anhand von Temperatur, relativer Luftfeuchtigkeit auf der Bauteiloberfläche und Materialempfindlichkeit einzuschätzen. Das Modell hilft, kritische Feuchtebedingungen besser zu verstehen und frühzeitig zu beurteilen, ob vorbeugende Massnahmen wie eine Antikondensationsbeschichtung sinnvoll sind.

Substrat O: Der perfekte Nährboden, z.B. Agar

Substrat I:  steht für besonders anfällige, nährstoffreiche Oberflächen, zum Beispiel Tapeten, Papier, Karton, Holzwerkstoffe, organische Dämmstoffe oder verschmutzte Oberflächen. Hier kann Schimmel bereits bei vergleichsweise geringeren Feuchtebelastungen entstehen.

Substrat II: beschreibt mässig anfällige, poröse mineralische Baustoffe oder beschichtete Oberflächen, die selbst weniger Nährstoffe enthalten, aber Feuchte speichern und bei Staub, Verschmutzung oder organischen Rückständen dennoch Schimmelwachstum ermöglichen können.

Verschmutzung führt dazu, dass die Bedingungen für Schimmelpilz besser werden, d.h. das Risiko für Ausweitung und Wachstum nimmt zu

Hinweis: Substratgruppe II wird bei starker Verschmutzung als Substratgruppe I bewertet.
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